{"id":11025,"date":"2017-05-03T14:58:30","date_gmt":"2017-05-03T12:58:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=11025"},"modified":"2017-05-02T10:01:20","modified_gmt":"2017-05-02T08:01:20","slug":"praxis-tipps-von-netapp-storage-unter-openstack","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=11025","title":{"rendered":"Praxis-Tipps von NetApp: Storage unter OpenStack"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Unternehmen setzen OpenStack ein, um eine Cloud-Infrastruktur aufzubauen. Dabei haben sie die Wahl zwischen drei Speicher-Modellen: Object Storage mit Swift, Block Storage mit Cinder oder File Storage mit Manila. Welche L\u00f6sung die richtige ist, h\u00e4ngt vom Anwendungsfall ab. Meist ist eine Kombination der drei Varianten empfehlenswert. Grunds\u00e4tzlich ist bei OpenStack-Projekten zu beachten, dass sich die Storage-Komponenten in vollem Umfang und mit wenig Aufwand integrieren lassen. Bei NetApp SolidFire beispielsweise erfolgt die nahtlose Einbettung in das Open-Source-Konstrukt durch die Eingabe von nur vier Zeilen Code.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit OpenStack k\u00f6nnen Unternehmen flexible und skalierbare Cloud-Umgebungen aufbauen. Das Software-Projekt bietet eine frei verf\u00fcgbare Architektur und setzt sich aus einer Vielzahl von Modulen zusammen. Diese stellen zum Beispiel virtuelle Maschinen, virtuelle Netzwerke oder Speicher bereit und dienen deren Verwaltung. F\u00fcr den Storage haben Anwender die Wahl zwischen den Modulen Swift, Cinder und Manila. Jedes von ihnen hat seine Vorteile und eignet sich f\u00fcr bestimmte Anwendungsszenarien.<\/p>\n<p><strong>Swift f\u00fcr Backup und Archivierung<\/strong><\/p>\n<p>Swift stellt Object Storage unter OpenStack zur Verf\u00fcgung: Daten werden in Objekte gepackt und \u00fcber verschiedene Speicherknoten im Cluster verteilt. Anhand von Metadaten, die zusammen mit den Objekten gespeichert werden, lassen sich die Daten eindeutig zuordnen. Dadurch k\u00f6nnen Anwender Daten aufrufen, ohne ihren Standort zu kennen. Object Storage ist horizontal skalierbar und l\u00e4sst sich gut mit Standard-Hardware umsetzen, zum Beispiel externem Speicher wie NetApp SolidFire oder der NetApp E-Series. Damit ist die L\u00f6sung preiswert und erm\u00f6glicht sehr gro\u00dfe Repositories bei geringem Platzbedarf. Sie unterst\u00fctzt jedoch keine virtuellen Maschinen. Au\u00dferdem ist sie langsamer als Block Storage oder File Storage. Deshalb eignet sich Swift vor allem f\u00fcr Daten, die selten oder gar nicht aktualisiert werden m\u00fcssen. Die L\u00f6sung eignet sich gut f\u00fcr Backups und Archive.<\/p>\n<p><strong>Cinder f\u00fcr Anwendungen, bei denen es auf die Performance ankommt <\/strong><\/p>\n<p>Das OpenStack-Modul Cinder erm\u00f6glicht Block Storage f\u00fcr virtuelle Maschinen. Das Speichern der Daten erfolgt dabei in virtuellen Volumes, die jeweils wie eine Festplatte behandelt werden. Eine virtuelle Maschine kann allerdings immer nur auf das Volume zugreifen, das ihr zugewiesen ist. Geteilte Volumes sind nicht m\u00f6glich. Block Storage ist sehr schnell und eignet sich daher f\u00fcr performancekritische Prim\u00e4rworkloads wie SQL- oder NoSQL-Datenbanken oder Anwendungen der Datenanalyse oder Transaktionsverarbeitung. Als Backend lassen sich unterschiedliche Speichermedien einsetzen.<\/p>\n<p><strong>Manila f\u00fcr gemeinsam genutzte Daten und Ressourcen<\/strong><\/p>\n<p>Manche Cloud-Anwendungen erfordern es, dass viele Nutzer und virtuelle Maschinen gleichzeitig auf dieselben Daten zugreifen k\u00f6nnen. Das ist zum Beispiel bei gro\u00dfen Content-Management-Systemen oder Entwicklungs- und Testumgebungen der Fall. F\u00fcr solche Einsatzfelder ist Manila pr\u00e4destiniert. Das OpenStack-Modul bietet einen automatisierten, skalierbaren On-Demand-Service f\u00fcr die Bereitstellung von gemeinsamen und verteilten Dateisystemen. Manila ist hochperformant und erm\u00f6glicht Dateioperationen mit niedriger Latenz. Daher empfiehlt sich die L\u00f6sung auch f\u00fcr Big-Data-Anwendungen. Sie erm\u00f6glicht es au\u00dferdem, Daten \u00fcber verschiedene Public-, Hybrid- oder Private Clouds hinweg zu bewegen. Dadurch gewinnen Anwender mehr Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Die richtige Mischung macht\u2019s<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt nicht die eine Storage-L\u00f6sung, die alle Anwendungsszenarien abdeckt. Meist ist eine schlaue Kombination aus verschiedenen Modulen gefragt, um die bestm\u00f6gliche Infrastruktur zu erreichen. Swift, Cinder und Manila schlie\u00dfen sich nicht gegenseitig aus, sondern k\u00f6nnen sich erg\u00e4nzen. Entscheidend ist, die eigenen Anforderungen in den unterschiedlichen Einsatzfeldern zu analysieren und die Storage-Architektur entsprechend aufzubauen. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass sich diese Storage-Komponenten \u2013 wie beim Zero-Touch-Ansatz von NetApp SolidFire \u2013 mit m\u00f6glichst wenig Aufwand in die OpenStack-Umgebung integrieren sowie langfristig effizient betreiben und verwalten lassen. So \u00fcbertragen sich die Kostenvorteile des Open-Source-Konzepts auch auf den t\u00e4glichen Betrieb der IT-Infrastruktur insgesamt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Unternehmen setzen OpenStack ein, um eine Cloud-Infrastruktur aufzubauen. 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