{"id":10875,"date":"2017-03-28T14:47:48","date_gmt":"2017-03-28T12:47:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=10875"},"modified":"2017-03-27T10:50:25","modified_gmt":"2017-03-27T08:50:25","slug":"dem-ernstfall-ganz-nah-drei-optionen-netzwerke-belastbarer-zu-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=10875","title":{"rendered":"Dem Ernstfall ganz nah: Drei Optionen, Netzwerke belastbarer zu machen"},"content":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/cradlepoint.com\/\">Sascha Kremer, Director Carrier Development bei Cradlepoint<\/a>\/gg<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde geschehen, wenn die kabelgebundene Internetverbindung eines Unternehmens in der Sto\u00dfzeit oder w\u00e4hrend der Aktualisierung kritischer Daten an einem oder mehreren Standorten ausf\u00e4llt? Ein Alptraum besonders f\u00fcr Unternehmen, die \u00fcber viele und geografisch weit verbreitete Niederlassungen verf\u00fcgen. Eine Ausfallzeit von wenigen Minuten hat gravierende Auswirkungen auf alle Betriebsbereiche: \u00dcber den sofortigen Umsatzverlust durch den Ausfall des Point-of-Sale-Systems (POS) \u00fcber Verluste von Datentransaktionen, Sicherheitsrisiken und Betrugsgefahr bis hin zu teuren Vor-Ort Eins\u00e4tzen von Dienstleistern und der Besch\u00e4digung der Markenreputation und Markentreue \u2013 um nur eine Auswahl zu nennen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Szenario m\u00f6chte sich kein Unternehmen vorstellen, doch es kann schnell Realit\u00e4t werden. Wenn gro\u00dfe Internetdienstanbieter nur 98,5 Prozent Verf\u00fcgbarkeit als Standard anbieten \u2013 was einer Ausfallzeit von bis zu zehn Stunden im Monat entspricht \u2013 ist die Frage nicht, ob die Internetverbindung m\u00f6glicherweise ausf\u00e4llt, sondern wann. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Gartner kostet jede Stunde Ausfallzeit eine Organisation durchschnittlich 300.000 US-Dollar. Deshalb braucht ein Unternehmen unbedingt einen Plan f\u00fcr den kontinuierlichen Gesch\u00e4ftsbetrieb.<\/p>\n<p><strong>Netzwerkstrategien f\u00fcr Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>Unternehmen mit vielen Niederlassungen k\u00f6nnen die Verf\u00fcgbarkeit der Internetanbindung durch die Installation einer E1-Leitung erh\u00f6hen oder durch das Implementieren von Dienstredundanz eine Verringerung des Risikos erreichen. Jedoch: Eine E1-Leitung kann bis zu zehnmal mehr kosten als eine DSL- oder kabelgebundene Leitung. Durch die Aufr\u00fcstung auf eine E3-Leitung kann die Verf\u00fcgbarkeit auf fast 99,99 Prozent erh\u00f6ht werden, doch sind f\u00fcr manche Unternehmen die Implementierung und Instandhaltung dieser Technologie schlichtweg unbezahlbar. E3-Leitungen k\u00f6nnen \u00fcber dreimal so teuer sein wie E1-Leitungen und machen dadurch oft die Rentabilit\u00e4t der Technologien f\u00fcr Business Continuity zunichte. So k\u00f6nnen f\u00fcr eine L\u00f6sung f\u00fcr Hunderte von verteilten Filialen astronomisch hohe Kosten anfallen, die durch die relativ geringe Steigerung der Zuverl\u00e4ssigkeit nicht zu rechtfertigen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Wenn es darum geht, die Verf\u00fcgbarkeit des Netzwerks zu erh\u00f6hen und das Problem eines &#8222;Single Point of Failure&#8220; auszuschalten, haben Unternehmen generell drei Optionen: Die Netzwerktechnologie aufzur\u00fcsten, kabelgebundene Redundanz zu implementieren oder eine LTE-Failover-L\u00f6sung bereitzustellen.<\/p>\n<p><strong>Technologie aufr\u00fcsten<\/strong><\/p>\n<p>Durch das Aufr\u00fcsten des Netzwerks von Ethernet, DSL oder Kabel auf E1-Technologie kann ein Unternehmen eine h\u00f6here Internetverf\u00fcgbarkeit realisieren und damit letztlich die Ausfallzeiten auf f\u00fcnfzehn Minuten pro Monat reduzieren. Allerdings bieten auch E1-Leitungen den meisten Unternehmen nicht gen\u00fcgend Bandbreite zur Ausf\u00fchrung aller ihrer Anwendungen f\u00fcr den t\u00e4glichen Gesch\u00e4ftsbetrieb.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Kabelgebundene Redundanz implementieren<\/strong><\/p>\n<p>Die Bereitstellung von kabelgebundener Redundanz ist eine weitere M\u00f6glichkeit, die jedoch zahlreiche Argumente gegen sich hat. Sie kann f\u00fcr Hunderte von Standorten f\u00fcr ein Unternehmen unerschwinglich sein. Hinzu kommt, dass die meisten Kabel im gleichen Graben verlegt werden, sodass die Redundanzleitung dem gleichen Risiko physischer Besch\u00e4digung ausgesetzt ist wie die prim\u00e4ren WAN-Verbindungen. Zu bedenken ist auch, dass die Reparatur von besch\u00e4digten Leitungen Wochen oder Monate dauern kann, was f\u00fcr das Unternehmen zumeist katastrophale Verluste bedeutet.<\/p>\n<p><strong>Eine LTE-Failover-L\u00f6sung einsetzen <\/strong><\/p>\n<p>Organisationen, die eine zuverl\u00e4ssige Business-Continuity-L\u00f6sung f\u00fcr konstante Netzwerkanbindung brauchen, sollten eine auf LTE-Technologie basierende L\u00f6sung in Erw\u00e4gung ziehen. LTE (Long Term Evolution) ist die vierte Generation des Mobilfunkstandards und wird daher auch &#8222;4G&#8220; genannt.\u00a0 LTE bietet deutliche Verbesserungen hinsichtlich Bandbreite, Latenz und Kapazit\u00e4t im Vergleich zu vorherigen Standards. Im Gegensatz zu kabelgebundenen Failover-L\u00f6sungen oder Dienstredundanz erm\u00f6glicht LTE-Technologie heute hochverf\u00fcgbare, kosteng\u00fcnstige Verbindungen. Als Failover-System bietet eine drahtlose L\u00f6sung eine ausreichende Leistung, um auch bei Hochbetrieb jede Unterbrechung oder sp\u00fcrbare Verz\u00f6gerung zu vermeiden.<\/p>\n<p>Ein SD-WAN (Software-Defined Wide Area Network) l\u00e4sst sich so konfigurieren, dass bei Ausfall der Konnektivit\u00e4t sofort eine drahtlose LTE-Verbindung aufgebaut wird. Jedes System, das an die entsprechenden Router angebunden ist, kann ohne Unterbrechung bei LTE-Geschwindigkeit ausgef\u00fchrt werden. Das Netzwerk l\u00e4uft im Vollbetrieb und Kunden und Mitarbeiter sp\u00fcren keine Einschr\u00e4nkungen. Das SD-WAN wird von einer Cloud-Plattform aus verwaltetet. Sobald die prim\u00e4re Internetanbindung wieder vorhanden ist, switcht der Datenverkehr wieder darauf zur\u00fcck, ohne dass eine einzige Transaktion verloren geht.<\/p>\n<p>Die relativ geringen Kosten von LTE f\u00fcr eine Business-Continuity-L\u00f6sung bringen dem Unternehmen mehr Rentabilit\u00e4t und eine h\u00f6here Skalierbarkeit f\u00fcr Netzwerke mit zahlreichen Standorten, f\u00fcr die andere Optionen einfach unerschwinglich sind, beispielsweise Einzelhandelsketten. Bei einer drahtlosen LTE-Failover-L\u00f6sung profitieren Unternehmen von der gleichen Zuverl\u00e4ssigkeit und den gleichen Wettbewerbsvorteilen wie Gro\u00dfunternehmen. Das Business l\u00e4uft auch im Ernstfall.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: Sascha Kremer, Director Carrier Development bei Cradlepoint\/gg Was w\u00fcrde geschehen, wenn die kabelgebundene Internetverbindung eines Unternehmens in der Sto\u00dfzeit<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10873,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[8,274],"tags":[2084,9335,6257,9333,2025,9336,9337,1905,111,9334,5775,5054,1960],"class_list":["post-10875","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-infrastructure","tag-4g","tag-ausfall","tag-cloud","tag-cradlepoint","tag-dsl","tag-e1","tag-e3","tag-ethernet","tag-lte","tag-point-of-sale","tag-pos","tag-redundanz","tag-wan"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10875"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10875\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10876,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10875\/revisions\/10876"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10873"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}