{"id":10531,"date":"2017-01-24T14:28:49","date_gmt":"2017-01-24T13:28:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=10531"},"modified":"2017-01-23T13:04:48","modified_gmt":"2017-01-23T12:04:48","slug":"artikel-ranking-in-echtzeit-auf-die-leser-reagieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=10531","title":{"rendered":"Artikel-Ranking: In Echtzeit auf die Leser reagieren"},"content":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: Adrien G\u00fcnther, Regional Director DACH &amp; CEE bei AT Internet\/gg<\/p>\n<p>Die Medienbranche sieht sich seit einigen Jahren schwierigen Herausforderungen gegen\u00fcbergestellt. Wurde die digitale Transformation noch gut gemeistert und den Konsumenten ein solides Online-Angebot zur Verf\u00fcgung gestellt, arbeiten Medienunternehmen jetzt daran, ihre Online-Inhalte zu monetarisieren. Hierf\u00fcr sollten sie sich auf das ver\u00e4nderte Kundenverhalten einstellen. Denn User erwarten nicht nur ein allgemeines Angebot, dass f\u00fcr eine gro\u00dfe Zielgruppe interessant ist, sondern Inhalte, die auf ihre pers\u00f6nlichen Interessen zugeschnitten sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Branche setzt deshalb mehr und mehr auf Analytics, um zu erfahren, welche Angebote die Besucher ansprechen, ihr Engagement auf der Website und somit auch die Kundenbindung zu steigern. Denn umso zufriedener die Leser sind, desto eher sind sie bereit, wiederzukommen und sich auf ein Paid-Content-Modell einzulassen. Au\u00dferdem f\u00f6rdern steigende Leserzahlen die Werbeinnahmen.\u00a0Dieser Beitrag erkl\u00e4rt die Vorteile der Integration einer Analytics-L\u00f6sung und zeigt, welche Ver\u00e4nderungen Unternehmen im Markt beachten m\u00fcssen, um ihre Kunden erfolgreich zu binden.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Artikel in Echtzeit analysieren und anpassen: <\/strong>Die meisten Verlage denken erst an die Integration eines Analytics-Tools, wenn die Website bereits online ist. Doch eine ausgiebige Bedarfsanalyse sollten sie bereits w\u00e4hrend des Website-Designs vornehmen. Dazu m\u00fcssen sie den Traffic auf Ihrer Website mehrere Tage lang beobachten und sich auf die grundlegenden Fragen konzentrieren. Diese lauten: \u00dcber welchen Weg kommen die Nutzer auf das Medienangebot? Welche Artikel und Themenbereiche sind besonders beliebt? Wie lange bleiben die Besucher und wann beziehungsweise warum verlassen sie die Website wieder? Die hieraus gewonnenen Daten werden anschlie\u00dfend \u00fcber das Analytics-Tool aufbereitet, um die wichtigsten Erkenntnisse in einer \u00dcbersicht parat zu haben.<br \/>\nIndividuelle Dashboards vereinfachen zum Beispiel die Informationen aus der Webanalyse, indem sie nur die f\u00fcr den Adressaten relevanten Daten visualisieren und wenn gew\u00fcnscht nutzungsfertig in das Postfach exportiert werden k\u00f6nnen. Das ist beispielsweise f\u00fcr Redakteure interessant, denn sie bekommen alle f\u00fcr sie wichtigen KPIs (Key Performance Indicators) auf einen Blick. So erkennen sie sofort, wie erfolgreich ihre Artikel bei den Lesern ankommen. Ziehen die Headlines der Artikel die Nutzer an? Lesen sie den gesamten Beitrag? Klicken sie auf vorgeschlagene, weiterf\u00fchrende Links? Oder verlassen Sie die Website komplett? Diese Daten aktualisieren sich bei Bedarf selbst und k\u00f6nnen \u00fcber einen zentralen Monitor in der Redaktion angezeigt werden. Das wird immer wichtiger, denn der Kampf um die Leser ist noch unmittelbarer geworden. Artikel werden mittlerweile auf Stunden- oder Minutenbasis bewertet.<br \/>\nWie detailliert eine Analyse werden kann, zeigt beispielsweise ein Scoring-Modell f\u00fcr Artikel, das Redakteuren Kennzahlen f\u00fcr deren Erfolg an die Hand gibt. Hierbei werden historische Daten analysiert, um die Schl\u00fcsselwerte herauszuarbeiten, die Bestandteil des Scoring-Modells sein sollen. Ein Browser-Widget zeigt die Kennzahlen pro Artikel unter Einbeziehung des Scoring-Modells genau dort, wo es ben\u00f6tigt wird: auf Artikelebene in der Website oder im Content Management System. Das bedeutet aber auch, dass es f\u00fcr den Umgang mit den Dashboards wichtig ist, dass neben den Redakteuren auch die SEO-, Social Media- und Sales-Teams sowie die Entwickler geschult werden.<\/li>\n<li><strong>Paywalls \u2013 Analyse des Nutzerverhaltens f\u00fchrt zu gewinnbringendem Modell: <\/strong>\u00dcber die Website-Analyse lernen die Unternehmen ihre Nutzer besser kennen und k\u00f6nnen ihre Interessen herausfinden. Mit den Informationen \u00fcber das Nutzerverhalten haben sie die M\u00f6glichkeit, ihren Online-Auftritt als Verkaufskanal auszubauen. Das ist sowohl interessant f\u00fcr ehemalige Printmedien, die ihre Einnahmen bislang nicht von Print auf Online \u00fcbertragen konnten, als auch f\u00fcr jegliche Online-Medien: Sie alle k\u00e4mpfen um Einnahmen, um ihre Mitarbeiter zu bezahlen. Die Mehrzahl der Leser greift noch immer kostenlos auf mediale Inhalte zu. Allerdings findet hier mehr und mehr ein Umdenken statt.<br \/>\nDeswegen ergibt es Sinn, mit verschiedenen Abonnement-Modellen zu experimentieren, um so herauszufinden, ob und wie viel Ihre Nutzer bereit sind, zu bezahlen. Au\u00dferdem gilt es zu untersuchen, bis zu welchem Grad Unternehmen ihr Angebot hinter einer Paywall zur\u00fcckhalten k\u00f6nnen, ohne Kunden zu verlieren. Hier variieren die M\u00f6glichkeiten von einer totalen Bezahlschranke, die das gesamte Angebot kostenpflichtig macht, \u00fcber kostenlose Online-Inhalte versus bezahlpflichtiger Print-Inhalte bis zu einer befristeten Anzahl kostenloser Artikel \u2013 danach wird zu Kasse gebeten. Manche Medien ermuntern ihre Leser dazu, ihrer Website in den sozialen Medien zu folgen oder den AdBlocker zu deaktivieren, um weiterlesen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nF\u00fcr welche Option man sich auch entscheidet: Je interessanter das Angebot f\u00fcr die Nutzer ist, desto positiver wirkt sich das auf Ihre Einnahmen aus. Viele Unternehmen stehen vor der Qual der Wahl, die f\u00fcr sie beste Paywall zu finden. Analytics hilft ihnen dabei, individuelle Testings f\u00fcr die Bezahlschranken und unterschiedlichen Besuchergruppen aufzusetzen. Denn Erstbesucher, die mittags ihre Artikel via Smartphone abrufen, sind ein anderes Kundensegment als wiederkehrende Desktop-Leser, die sich abends \u00fcber das Paywall-Angebot informieren und mit dem Gedanken spielen, zu bezahlen. Hier setzt Analytics an und leistet die Vorarbeit f\u00fcr effiziente Tests.<\/li>\n<li><strong>Das mobile Verhalten ist anders: <\/strong>Verlage sollten unbedingt auch den Erfolg ihrer Zeitungs-App analysieren, denn dieser Dienst wird von Usern immer anders aufgenommen als die Desktop-Version. Unterwegs werden andere Artikel gelesen, je nach Aufenthaltsort verweilen die App-User l\u00e4nger oder k\u00fcrzer bei den Artikeln. Denn im Zug ist oft mehr Zeit, den Artikel wirklich bis zum Schluss zu lesen. Hingegen werden News eventuell noch schneller \u00fcberflogen, als morgens am Laptop zum Kaffee. Abgesehen davon, wir die journalistischen Inhalte mobile ankommen, k\u00f6nnen die zust\u00e4ndigen Mitarbeiter sich auch ein Bild von der Verbreitung Ihrer App an sich machen: In der Phase der Nutzerakquise ist die Zahl der Downloads zwar eine sehr beliebte Messgr\u00f6\u00dfe, doch viel aufschlussreicher als Downloads sind Bewertungen, Kommentare und Rankings, die als Indikatoren f\u00fcr die virale Verbreitung Ihrer App gelten.<br \/>\nAu\u00dferdem erfassen die App-Analyse-Funktionen von Analytics-Anbietern die Verhaltensunterschiede zwischen neuen und wiederkehrenden Lesern. In diesem Zusammenhang ergibt es Sinn, die wichtigsten KPIs dieser beiden Gruppen zu vergleichen, denn die Erstellung von Kundensegmenten ist unerl\u00e4sslich f\u00fcr den Aufbau einer Treuestrategie. Die App-Analyse verr\u00e4t zus\u00e4tzlich die H\u00e4ufigkeit der einfachen und wiederholten Nutzung sowie die Session-L\u00e4nge. Dar\u00fcber hinaus sollten die Verantwortlichen auch ermitteln, welche Nutzer \u00fcber Marketingkampagnen zur App gelangt sind.<\/li>\n<li><strong>Liken und teilen \u2013 die Vorteile der sozialen Medien:<\/strong> Unternehmen sollten dar\u00fcber hinaus im Auge behalten, welche Artikel ihre Leser in den sozialen Medien weitergeben. Laut einer aktuellen Studie (<a href=\"http:\/\/t3n.de\/news\/surf-verhalten-2015-social-shares-infografik-666387\">http:\/\/t3n.de\/news\/surf-verhalten-2015-social-shares-infografik-666387<\/a>) teilen bereits 38 Prozent der Leser Inhalte \u00fcber ihr mobiles Endger\u00e4t, die Zeitung am Desktop-Rechner verleitet sogar 62 Prozent zum Sharing. Je mehr Beachtung Verlage bei Facebook und Co. erhalten, desto mehr User finden den Weg zu ihrem Angebot. Au\u00dferdem erfahren sie \u00fcber gezielte Analyse-Ma\u00dfnahmen, welche Inhalte am h\u00e4ufigsten geteilt werden und sehen sich deren Struktur an. Es ist sinnvoll, zuk\u00fcnftige Beitr\u00e4ge nach demselben Muster aufzubauen und auch das Feedback in den Kommentaren zu beachten. Oftmals finden sich dort Ideen, wie sich die Kundenansprache noch attraktiver gestalten l\u00e4sst. Die zust\u00e4ndigen Mitarbeiter sollten die direkte Resonanz nutzen, um die gr\u00f6\u00dfte Anzahl an Nutzern anzusprechen.<br \/>\nDie Medienbranche hat bereits einen gro\u00dfen Reifeprozess hinter sich. Viele Bereiche wie Website, Apps, Video, Social Media und Kampagnen werden kontinuierlich gemessen. Dennoch m\u00fcssen Medien weiter nach M\u00f6glichkeiten suchen, die Einnahmeverluste aus der Umstellung von Print auf Online aufzuholen: Der Leser ist durch kostenlose Online-Inhalte verw\u00f6hnt und muss an bezahlten Content erst Schritt f\u00fcr Schritt herangef\u00fchrt werden. Der Einsatz von Analytics-L\u00f6sungen ist das Mittel der Wahl um herauszufinden, an welchem Punkt die Akzeptanz f\u00fcr Paid Content ist.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: Adrien G\u00fcnther, Regional Director DACH &amp; CEE bei AT Internet\/gg Die Medienbranche sieht sich seit einigen Jahren schwierigen Herausforderungen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":10529,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[8,39],"tags":[7169,2064,3091,830,8869,7207,8879,3449,5006,3578,3275,8877,5786,8878,8870,6586,8872,8871,8868,8876,8874,8875,897,8880,1528,8873],"class_list":["post-10531","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-management","tag-abonnement","tag-analyse","tag-analytics","tag-app","tag-artikel","tag-at-internet","tag-bewertung","tag-dashboard","tag-download","tag-echtzeit","tag-facebook","tag-key-performance-indicator","tag-kpi","tag-link","tag-medien","tag-mobile-computing","tag-paid-content","tag-paywall","tag-ranking","tag-schluesselwert","tag-scoring","tag-seo","tag-social-media","tag-verlag","tag-video","tag-werbeieinnahmen"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10531"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10531\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10532,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10531\/revisions\/10532"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10529"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}