Verbraucherportal Verivox prüft eigenen Stromverbrauch

Autor/Redakteur: Christian Egle/gg

Das Preisvergleichsportal Verivox ist eine der beliebtesten Web-Adressen für sparwillige Internet-Nutzer. Denn mehr als vier Millionen Verbraucher haben bereits mit Hilfe von Verivox ihre Strom-, Gas- oder Handyrechnung mit Alternativangeboten verglichen und durch einen Anbieterwechsel ihre Kosten gesenkt. Jetzt hat Verivox selbst einmal die Kosten für den Betrieb der eigenen Web-Infrastruktur unter die Lupe genommen – und ist zu Host Europe gewechselt.

Alljährlich kommt die Stromabrechnung und beinahe jedes Jahr fällt die Forderung höher aus als noch im Jahr zuvor. Diese Erfahrung kennen fast alle Verbraucher. Und diese Erfahrung musste auch Jon Little machen. Jon Little ist CTO des Preisvergleichsportals Verivox. Er ist für das Funktionieren der IT bei Verivox zuständig – und für deren Kosten.

John Little, CTO bei Verivox

Der Online-Preisvergleich ist das Aushängeschild des Unternehmens. Entsprechend muss verivox.de nicht nur rund um die Uhr erreichbar sein, sondern selbst in Spitzenzeiten, wenn beispielsweise die jährlichen Stromrechnungen ins Haus flattern, rasend schnell für die Besucher der Webseite die möglichen alternativen Anbieter ermitteln.

Ausgangspunkt: Colocation in Frankfurt

Verivox ist wohl eine der Erfolgsgeschichten des Internets. 1998 in Heidelberg gegründet, beschäftigt die Verivox GmbH heute über 250 Menschen. Jeden Monat besuchen knapp vier Millionen Besucher die Website verivox.de und rufen dabei insgesamt 19 Millionen Seiten auf. Nicht wenige Kunden nutzen anschließend den Service zum direkten Anbieterwechsel über die Verivox-Plattform.

Nach den Anfängen mit eigenen Rechnern am Hauptsitz des Unternehmens in Heidelberg verlagerte Verivox 2004 seine Webserver zu einem Colocation-Provider nach Frankfurt. Die Verivox-Techniker kümmerten sich weiter um Hardware und Betriebssystemupdates. Gleichzeitig profitierte das Unternehmen von einer sicheren, weil redundanten Anbindung an das Internet.

Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets und der Liberalisierung des Telekommunikations-, Strom- und Gas-Markts stiegen die Besucherzahlen bei Verivox.de sprunghaft an und damit auch die Anforderungen an die Infrastruktur des Preisportals. Jon Little nennt zwei Zahlen: “Von 2004 bis 2010 wuchs die Zahl der Web- und Datenbankserver von 7 auf 39.” Mit jedem zusätzlichen Server erhöhte sich auch die Rechnung des Colocation-Providers, der neben dem Platz im Rechenzentrum auch die Kosten für Kühlung und Strom in Rechnung stellte. “Wir erkannten, dass Colocation für uns nicht mehr das richtige Vertragsmodell war, weil es uns weder den besten Preis, noch einen umfassenden Service bot – und machten uns gezielt auf die Suche nach einem geeigneten Managed-Hosting-Anbieter”, erinnert sich der Verivox-CTO.