Storage-Hypervisoren bohren SAN-Grenzen auf

Autor/Redakteur: Michael Baumann/gg

DataCore verspricht bei virtualisierten Speicherumgebungen eine verbesserte Leistung

Die private Cloud mit virtuellen Servern, Applikationen und Desktops soll die Rechendienste im Unternehmen flexibler machen und Kosten senken. Die genannten Konzepte zur Hardwarekonsolidierung gehen aber langfristig nur dann auf, wenn auch für den notwendigen Speicher eine strategische Lösung gefunden wird, denn nicht selten kannibalisieren die speicherbezogenen Kosten die Einsparungen durch die virtuelle Cloud-Infrastruktur. Storage-Hypervisoren bohren die SAN-Grenzen auf und machen den Einsatz von Standardhardware möglich.

Virtuelle Server und Desktops bieten großes Einsparpotenzial, jedoch ist die Kalkulation der realen Speicheranforderungen bezüglich Kapazität und Performance sowie der Effekt auf die Systemgesamtkosten (TCO) – insbesondere bei VDI (Virtual Desktop Infastructure)-Projekten – problematisch. Die Hochverfügbarkeitsoptionen und Skalierfähigkeit herkömmlicher SAN-Lösungen passen kaum in das Anforderungsprofil der dynamischen virtuellen Infrastruktur, die der privaten Cloud zu Grunde liegt. Shared Storage sollte deshalb bei der Einführung virtueller Server und Desktops von Beginn an in die Gesamtkonzeption und –kalkulation einbezogen werden.

Eine Flexibilisierung der Storage-Zuweisung erfolgt auf einer ersten Ebene durch die Virtualisierung der Disk-Kapazität. Diese Administrationserleichterung, heute fast ein Standardfeature, geht jedoch nicht zwangsläufig einher mit einer freien Skalierbarkeit von Geschwindigkeit und Kapazität, die über die gewählte Hardware-Einheit hinausgeht. Zudem liegen die Kosten für Hochverfügbarkeitslizenzen, die dazu an bestimmte Hardware-Modelle gebunden sind, bei bis zu 70 Prozent der Hardwarekosten.

Dieser Umstand trägt einer SAN-Historie Rechnung, die Storage über die Hardware definiert. Durch Cloud und Virtualisierung rücken jedoch Server und Storage noch enger als Diensteinheit zusammen. Dieses Konzept verfolgt die Software-basierte Speichervirtualisierung: Sie legt sich als Storage-Hypervisor über die SAN-Hardware und erhöht die Verfügbarkeit, Leistung und Auslastung der vorhandenen Ressourcen, unabhängig von Typ oder Hersteller. Dabei “überlebt” sie wie ein Server-Hypervisor Hardware-Generationen und bietet so Investitionssicherheit.