BYOD oder CYOD: Was wird sich durchsetzen?

Autoren/Redakteur: Lawrence Garvin, Head Geek bei SolarWinds, und Sandeep Subbaiyan, Product Marketing Specialist bei SolarWinds/gg

Lawrence Garvin
Lawrence Garvin

2014 war bislang das Jahr für alle, die auf Mobilität in Unternehmen setzen. Wir befinden uns in einer Phase, in der IT-Abteilungen ihre Richtlinien aufgrund von Benutzertrends überarbeiten. Technologieunternehmen suchen verstärkt nach einer Mobilitätsalternative zu BYOD. Zu einer solchen entwickelt sich zurzeit CYOD (Choose Your Own Device). Hier können Mitarbeiter je nach Arbeitsumgebung zwischen unterschiedlichen Geräten und Betriebssystemen wählen.

Entscheidend zum Erfolg von BYOD beigetragen hat, dass die Mitarbeiter so jederzeit und überall arbeiten können. Für die Benutzer war es praktisch, ein einziges Gerät für private und berufliche Zwecke zu verwenden. Doch für die IT-Administratoren stellt die Durchsetzung von Sicherheitsstandards auf Geräteebene eine Herausforderung dar. In diesem Zusammenhang reicht es schon, sich ein Unternehmen vorzustellen, in dem über 1.000 Android-basierte Betriebssysteme auf unterschiedlichen Geräten im Einsatz sind und dementsprechend auch aus Sicherheitsaspekten berücksichtigt werden müssen.

Trotz wachsender Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Anwendbarkeit hat das BYOD-Modell nach wie vor Anhänger und wird weiterhin von Unternehmen verfolgt, die ihre IT-Hardware-Kosten senken möchten. Angesichts der unterschiedlichen Gerätetypen und Anwendungsunterstützung kann sich die Verwaltung der Geräte sowie die Aufstellung von IT-Regeln allerdings schnell als problematisch erweisen. In gewissem Umfang helfen Mobile-Device-Management (MDM)-Tools den IT-Abteilungen dabei, entsprechende Richtlinien festzulegen.

Zieht CYOD an BYOD vorbei?

Durch den Zuwachs bei den MDM-Systemen können IT-Teams die Informationen je nach Benutzerstandort beschränken. Beim BYOD-Modell kann sich dies aufgrund des breiten Spektrums an Mobilgeräten und personalisierten Sicherheitskontrollen schwierig gestalten. Für Unternehmen ist es einfacher, Richtlinien und Funktionen auf einer großen Anzahl an firmeneigenen Geräten zu implementieren. Aus diesem Grund findet CYOD als alternatives Konzept der Unternehmensmobilität inzwischen großen Anklang. Entstanden ist CYOD aus dem Bedürfnis der IT-Administratoren, den Geräteeinsatz zu steuern und gleichzeitig die Zufriedenheit der Endbenutzer zu steigern. Beim CYOD-Modell stellt das Unternehmen seinen Mitarbeitern eine Reihe von Mobilgeräten mit vorinstallierten Betriebssystemen und vordefinierten Konfigurationen zur Verfügung. Die Einhaltung der IT-Richtlinien stellt somit bei CYOD kein Hindernis dar.