Erzeugen, Integrieren, Nutzen: So ergeben M2M-Daten im Unternehmen Sinn

Autor/Redakteur: Joel K. Young, CTO und Senior Vice President für Forschung und Entwicklung bei Digi International/gg

Joel Young

Moderne Maschinen und Geräte haben viel zu sagen. Wenn Unternehmen es schaffen, sie so in betriebliche Abläufe zu integrieren, dass verstanden wird, was sie kommunizieren, eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Mit M2M-Technologie (“Machine-to-Machine”) wird genau das nun möglich. Unternehmen können Daten aus allen Bereichen des Unternehmens nun erfassen und in Ihrem Sinne nutzen.

Der vielleicht wichtigste Vorteil von M2M ist, dass es die Transparenz im Unternehmen erhöht. Und mit besserer Transparenz können neue Prozesse besser im Unternehmen integriert werden. So kann zum Beispiel ein Anbieter von Kundendienst auf Kundendienstanfragen in der Cloud reagieren, wenn eine Maschine ausfällt, oder das Risiko eines Maschinenausfalls besteht, und muss nicht erst darauf warten, dass der Kunde den Kundendienst benachrichtigt. Dies würde den Kundendienst natürlich ungemein verbessern. Viele Unternehmen arbeiten bereits mit bewährten Analysetools wie ERP-Systemen, CRM-Lösungen oder anderer Marketingsoftware. Jetzt können sie auch ihre Geräte auf dieselbe Weise verwalten.

Wegbereiter der M2M-Technologie: Cloud, mobile Netzwerke und neue Sensoren

Die Technologien für Sensoren, Gateways, Akkus, Clouds und Mobilnetzwerke zählen zu den wichtigsten Wegbereitern für M2M-Lösungen und haben sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Noch vor zehn Jahren waren Sensoren so groß wie ein Eishockey-Puck und kosteten hunderte von Euro. Wenn überhaupt, dann waren sie über Telefonleitungen mit einem Netzwerk verbunden und hatten nur eine geringe Akkulebensdauer. Heute sind sie so groß wie eine 1-Cent-Münze, werden kabellos verbunden, bieten mehr Funktionen und kosten ein Zehntel ihres früheren Preises. Moderne Gateways haben eine längere Akkulebensdauer, weil sie sich so einstellen lassen, dass sie nur noch dann Daten übermitteln, wenn es nötig ist. Außerdem wurden Akkus kleiner und leistungsstärker – selbst unter anspruchsvolleren Bedingungen, wie in besonders kalten, warmen oder feuchten Umgebungen.

Auch die Mobilfunktechnologie wurde besser und günstiger. Da Gerätedaten nur noch dann übermittelt werden, wenn es nötig ist, kann kostengünstig die Vernetzung von Geräten erfolgen, deren Vernetzung früher nicht rentabel gewesen wäre.

Ein letzter wichtiger Wegbereiter für die weitere Verbreitung von M2M-Technologien war schließlich das Aufkommen von Cloud-Systemen. Cloud-Lösungen sind heute zuverlässiger, skalierbarer und nicht mehr teuer. Cloud-Umgebungen wie beispielsweise die iDigi Device Cloud bieten die nötige Infrastruktur für den sicheren Zugriff auf und die Steuerung, Konfiguration und Aktualisierung von beliebig vielen Geräten über das Internet.

Daten nicht nur Erzeugen, sondern auch integrieren

Früher sahen Unternehmen M2M in erster Linie als eine Möglichkeit zur Datenerzeugung. Sensoren und Gateways wurden an Geräte angeschlossen, um Verbrauchsdaten zu erfassen. Dank der bereits angesprochenen technologischen Weiterentwicklung ließen sich diese Daten jedoch immer kostengünstiger erzeugen, und die Datenmenge, die Unternehmen heute zur Verfügung steht, hat aus diesem Grund enorm zugenommen. Mit einer wirksamen und für das Unternehmen tatsächlich wertvollen Nutzung von Big Data hat man jedoch immer noch Probleme. Mit zunehmender Menge an Daten steigt auch der Wert, der sich aus der Anwendung dieser Daten im ganzen Unternehmen ergibt.