Frage der Woche: Software as a Service Teil 2

Software as a Service (SaaS) hat sich in den letzten Monaten am Markt etabliert. Der Ansatz bringt sowohl für Anwender als auch für Software-Anbieter Vorteile mit sich. Bei den Anwendern sind das unter anderem transparente Kosten, weniger Administrationsaufwand und eine verbesserte Mobilität. Bei den Anbietern stehen ein längerfristiges stabiles Einkommen, die Verhinderung von Raubkopien und ähnliches im Mittelpunkt. Diese Woche haben sich noch drei Unternehmen nachtäglich zu dieser Frage geäußert. Dabei handelt es sich um Blue Yonder, SugarCRM und EXASOL.

Uwe Weiss - CEO - Blue Yonder

Uwe Weiss, CEO von Blue Yonder, erklärt: „Für uns ist abzusehen, dass Software as a Service auch 2014 stark wachsen wird. Schon im vergangenen Jahr war Big Data Analytics eines der wachstumsstärksten und gefragtesten Segmente innerhalb dieses Technologiebereichs. SaaS-Anwendungen im Bereich Big Data Analytics tragen dazu bei, operative Entscheidungen in Echtzeit zu automatisieren und Ereignisse präzise zu prognostizieren. Sie können unkompliziert in bestehende IT-Infrastrukturen eingebettet werden und ermöglichen über eine anwenderspezifische Oberfläche den einfachen und schnellen Zugang zu Big Data. Aktuell sehen wir die Herausforderungen für Unternehmen im Ausbau der fachlichen Kompetenz: noch fehlt es oft an qualifizierten Fachkräften, um das volle Potential von Big Data und Predictive Analytics je nach Einsatzgebiet zu nutzen. Dabei entstehen durch Big Data immer neue Berufszweige, allen voran der Data Scientist. Alles in allem ist SaaS also ein zukunftsweisendes Angebot. Aufgrund der flexiblen Einsatzmöglichkeiten und der schnellen Verfügbarkeit wird es den Markt mittel- und langfristig dominieren.“

Henning Ogberg - Senior Vice President EMEA - SugarCRM

Cloud-Anwendungen, im Speziellen Public-Cloud-Anwendungen, haben zwar unter der NSA-Affäre in der Wahrnehmung deutscher Kunden gelitten, sind aber dennoch immer stärker im Kommen und werden es unserer Meinung nach auch bleiben“, fügt Henning Ogberg, Senior Vice President EMEA bei SugarCRM hinzu. „Anwender müssen sich vor der Anschaffung einer SaaS-Lösung allerdings auch der möglichen Fallstricke bewusst sein. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, immer Eigentümer seiner Daten zu bleiben und von überall auf sie zugreifen zu können. Außerdem sollten Anwender großes Augenmerk darauf legen, dass Wartungsarbeiten, Software-Upgrades und Ausfälle den täglichen Geschäftsbetrieb nicht beeinträchtigen. Hinzu kommen Kriterien wie Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und eine klare Kostenstruktur. Mit guter Vorbereitung und genauer Zieldefinition ist eine SaaS-Lösung eine zukunftsweisende Anwendung für dynamisch agierende Unternehmen.“

Golombek_Matthias_300dpi

„Software as a Service wird auch 2014 spürbar wachsen“, so Mathias Golombek, CTO der EXASOL AG. „Gerade in unserer Branche der Big Data Analysen entstehen viele neue Geschäftsideen und Businessmodelle, bei denen niedrige Einstiegshürden und flexible Skalierungsmöglichkeiten sehr geschätzt werden. Cloud-Systeme bieten die idealen Voraussetzungen hierfür, denn die Anwender müssen nur für das bezahlen, was sie auch tatsächlich benötigen. Umgekehrt werden die Einnahmen der SW-Hersteller mit dem Erfolg der Kunden steigen – ein für beide Seiten faires Angebot. Vor allem im Ausland ist eine solche Affinität zur SaaS-Lösungen sogar noch größer.“

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