Frage der Woche: Software as a Service

Software as a Service (SaaS) hat sich in den letzten Monaten am Markt etabliert. Der Ansatz bringt sowohl für Anwender als auch für Software-Anbieter Vorteile mit sich. Bei den Anwendern sind das unter anderem transparente Kosten, weniger Administrationsaufwand und eine verbesserte Mobilität. Bei den Anbietern stehen ein längerfristiges stabiles Einkommen, die Verhinderung von Raubkopien und ähnliches im Mittelpunkt. Norman Data Defense, TomTom Business Solutions, Compuware, NTT Data, Qualys, AXSOS, F-Secure, die BSA, EBF, F5 Networks, TUI Infotec, susensoftware, BroadSoft, McAfee, GFI Software, Citrix, Igel, Allied Telesys und FrontRange Solutions haben sich im Rahmen der Frage der Woche dazu geäußert, wie sich SaaS in diesem Jahr voraussichtlich weiter entwickeln wird.

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Stefan Angerer, Geschäftsführer der Norman Data Defense Systems GmbH, meint “Die aktuellen Datenskandale drohen den Ruf der SaaS-Dienstleister und ihrer Angebote zu untergraben. Die Nutzer fragen sich, ob sie ihnen ihre Daten überhaupt anvertrauen können. Da Datenschutz und -sicherheit immer stärker in den Vordergrund rücken, werden die Anbieter den Schwerpunkt darauf legen, ihre Angebote sicherer zu machen und ihr Image als verantwortungs- und sicherheitsbewusste Dienstleister zu stärken.”

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Axel Backof, Sales Director DACH/EE bei TomTom Business Solutions fügt hinzu: “Software as a Service hat sich mittlerweile fest etabliert. Auch die TomTom Business Solutions Flottenmanagement-Lösung ist als Service aus der Cloud verfügbar. Für unsere mehr als 27.000 Kunden bietet das handfeste Vorteile: Sie müssen sich nicht um Installation, Wartung, Updates etc. kümmern, sondern können die Anwendung gleich einsetzen. Mit der Zertifizierung nach ISO 27001 erfüllen unsere Rechenzentren zudem höchste Sicherheitsstandards. Dass Lösungen für das Fuhrparkmanagement – angeboten als Service – bei den Kunden ankommen, zeigt auch unser Wachstum im letzten Jahr: 2013 legte unser Flottenmanagement-Business um 38 Prozent zu.”

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“An Software as a Service kommen die meisten Unternehmen heute nicht mehr vorbei”, so Heiko Specht, Senior Solution Manager bei Compuware. “Schnell wachsende IT-Landschaften erfordern eine flexible Nutzung von Ressourcen. Wichtig ist es dabei, dass Kernsysteme eines Unternehmens mit den über externe Dienstleister genutzte Services unproblematisch funktionieren. SaaS darf aber nicht nur vom Kostengesichtspunkt aus betrachtet werden. Letztlich müssen IT-Services für die End-User zur Verfügung gestellt werden, die eine hohe Qualität bieten, also konstant verfügbar sind sowie sicher und zuverlässig arbeiten. Sobald die Zufriedenheit der Endnutzer beziehungsweise Kunden leidet, zum Beispiel durch Systemabstürze oder schlechte Performance der Anwendungen, ist auch unmittelbar der Unternehmensgewinn davon betroffen. Je mehr externe Services in die Anwendungslandschaft integriert sind, desto schwieriger gestaltet sich die Suche nach der Ursache für derartige Probleme. Die Kosten für eine Überprüfung der Serviceleistung müssen deshalb immer mit in die Kalkulation eingerechnet werden. SaaS ist weiter auf dem Vormarsch und wenn Unternehmen alle Vorteile dabei ausschöpfen möchten, dann sollten sie für positive Anwendererlebnisse sorgen, also stets die End-User-Experience im Blick haben.”

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“Der Anteil der Firmen und Anwender die SaaS nutzen, wird sich in 2014 weiter vergrößern”, erklärt Christian Eissner, Vice President CRM Manufacturing bei NTT Data. “Dabei werden mehr und mehr Enterprise-Kunden SaaS einsetzen, das heißt es setzt eine Verlagerung der bisher vor allem durch den Mittelstand getriebenen Nachfrage Richtung Enterprise Business ein. Die Industrialisierung der IT wird durch SaaS ebenfalls weiter voranschreiten. Umfangreiches Customizing der Software-Lösungen tritt künftig in den Hintergrund. Firmen werden sich vermehrt durch den gelebten Service am Kunden differenzieren müssen, weniger durch die detaillierte Ausgestaltung Ihrer IT-Lösung. Für IT-Dienstleister heißt dies, dass reine IT-getriebene Projekte mehr und mehr an Bedeutung verlieren. IT-Dienstleister müssen sich am Business-Value, den sie für Ihre Kunden generieren, messen lassen. Die größte Herausforderung der SaaS Anbieter wird es sein, Vertrauen hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit bei den Anwendern aufzubauen. Dies wird größeren Anbietern besser gelingen, als kleinen Nischenanbietern. Die Konsolidierung der SaaS Branche wird deshalb weiter vorangehen.”

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“Dieses Jahr wird sich das Wachstum in SaaS Anwendungen weiterhin verstärken”, denkt Wolfgang Kandek, CTO bei Qualys. “Für die Anwender ist SaaS sehr vorteilhaft, neben transparenten Kosten und niedrigem Administrationsaufwand ist die Implementierung sehr einfach. Generell können SaaS Anwendungen überall eingesetzt werden. Solange ein Standort einen Internetzugang hat, lässt sich die SaaS Anwendung verwenden, ohne von den oft überforderten Netzwerkadministratoren abhängig zu sein. Die erreichten  Produktivitätssteigerungen zeigen, dass die IT-Abteilung nicht moderne Technik einsetzt, sondern auch auf die Geschäftsseite achtet.”