IT-Management sicher gestalten

Interview mit Raj Sabhlok, Präsident von zohocorp.com

Autor/Redakteur: Stephan Wild/gg

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Laut dem “IT Kompass 2013” der IDC wissen die meisten Unternehmen ihre EDV-Systeme zu würdigen: 37 Prozent sind der Meinung, dass es ohne leistungsfähige und moderne IT nicht möglich ist, sich am Markt zu halten. 22 Prozent geben an, dass ihre technische Ausstattung ein wichtiges Differenzierungsmerkmal ist. Folglich stehen die IT sowie die Mitarbeiter, die sie bedienen, immer stärker im Fokus, denn ohne sie dürften die Räder in den meisten Firmen stillstehen. Sysbus sprach mit ZOHO-Präsident Raj Sabhlok über aktuelle Monitoring- und Prozessoptimierungsthemen sowie die Entwicklung des Unternehmens.

Sysbus: “Herr Sabhlok, wo sehen Sie momentan die größten Herausforderungen für Netzwerkadministratoren?”

Sabhlok: “Die Rolle der IT wandelt sich grundlegend. Einmal sehen wir einen Trend hin zu Cloud-Lösungen, auf der anderen Seite stellen jedoch die im Unternehmen verbleibenden Anwendungen und Infrastrukturen immer höhere Anforderungen an das IT-Management. Downtimes sind für alle Beteiligten äußerst unangenehm – und dabei sind die bösen Blicke der Kollegen noch das geringste Problem. Enorme Kostenfallen lauern. Das Managen eines Netzwerks ist harte Arbeit, auch ohne außergewöhnliche Aktionen. Viele Infrastrukturen im Netzwerkbereich erreichen demnächst ihr Lebensende, so dass etwa zusätzlich zu regelmäßigen Tätigkeiten nun noch das Erweitern oder Austauschen von Switches und Routern anfällt. Unser Ziel ist es letztlich, Administratoren zu entlasten wo immer es geht. In diesem Zusammenhang spielen Automatisierung und Self Service sowie ein durchgängiges IT-Management eine große Rolle.”

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Sysbus: “Die Bandbreite von ManageEngine ist sehr groß. Von Netzwerk-/Applikationsmonitoring über IT-Security hin zu MSP-, HelpDesk und Administrationslösungen bieten Sie alles an. Welche Philosophie verfolgen Sie?”

Sabhlok: “Zunächst ist es so, dass ManageEngine einfach bedienbare IT-Management-Produkte anbietet, die extra für kleine und mittelgroße Betriebe entwickelt wurden, aber zunehmend auch in Enterprise-Umgebungen eingesetzt werden. Wir bieten unsere Lösungen online an. So ist jeder Administrator sofort in der Lage, mit unseren Produkten zu starten, weil sich die Installation sehr einfach gestaltet und eine umständliche Konfiguration von Servern und Datenbanken entfällt. Dementsprechend muss man sich auch nicht durch dicke Handbücher arbeiten, um mit unseren Tools arbeiten zu können. Außerdem verfolgen wir eine End-to-End-Strategie bei unseren Produkten. Da befinden wir uns im klaren Vorteil gegenüber unseren Mitbewerbern, die nicht generisch sondern durch Zukäufe gewachsen sind. Bei uns erfolgt die Entwicklung komplett in Eigenregie und aus einer Hand. Diese Vorteile schätzen mittlerweile über 72.000 Kunden weltweit, darunter über 1.000 Kunden in der DACH-Region.”

Sysbus: “Wie passen hier die derzeit heiß diskutierten Themen ‘Bring Your Own Device’ und ‘Mobile Device Management’?”

Sabhlok: “Auch hier zählt das durchgängige Management. Wir unterstützen mit unserem Portfolio MDM und BYOD ganz klar. Entscheidend ist jedoch der strategische Gedanke dahinter: Nicht jeder User wird ein High-End-Gerät als eigenes Device mitbringen. Weniger leistungsstarke oder unsichere Devices können aber die Produktivität senken. Es liegt nun an den Unternehmen, hybride Lösungen zu finden, um so das Management von mobilen Endgeräten nicht aus der Hand zu geben. Ein Beispiel: Dropbox als private Anwendung könnte auch auf einem Unternehmensgerät installiert sein, wird jedoch innerhalb des Unternehmensnetzwerks automatisch deaktiviert. Derartige Funktionen können wir abbilden.”

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Sysbus: “Auf welchen Märkten sind Sie aktiv?”

Sabhlok: “ManageEngine ist vor zehn Jahren auf dem amerikanischen Markt gestartet, und dort erzielen wir bis heute noch den größten Teil unseres Umsatzes. Natürlich konzentrieren wir uns auch auf Europa und Asien, ebenso auf den Mittleren Osten. Wir sind in der glücklichen Lage, dass Anwender unsere Produkte durch eine starke Mund-zu-Mund-Propaganda bewerben. Die Nutzer sind mit unseren Leistungen zufrieden und empfehlen uns gerne weiter – darauf sind wir sehr stolz! Wie bereits erwähnt, ist unser Produktportfolio mittlerweile recht breit gefächert. Das ist für uns eine natürliche Entwicklung, die es uns erlaubt den Bedürfnissen unserer Kunden flächendeckend entgegenzukommen.”

Sysbus: “Welche Erfahrungen machen Sie auf dem deutschen Markt?”

Sabhlok: “Nur die besten! Wir arbeiten hier schon seit neun Jahren sehr eng und vertrauensvoll mit der MicroNova AG zusammen, die für den DACH-Bereich sämtliche Distributionsaufgaben erfüllt und sogar noch darüber hinausgeht, etwa im Bereich von Schulungen und Workshops für Endanwender. Die deutschsprachigen Ansprechpartner sind ein großer Vorteil für die Anwender und damit auch für ZOHO, da sie schnell und kompetent weiterhelfen können. Jeder Anwender schätzt es, wenn er in seiner Muttersprache betreut wird. Da wir den deutschen Markt als sehr wichtig einschätzen, arbeiten wir derzeit daran, unsere Marktdurchdringung weiter auszubauen. MicroNova hat hierzu ein neues Partnermodell entwickelt und ist aktiv auf der Suche nach neuen Resellern und Systemintegratoren.”

Sysbus: “Welche Branchen bedienen Sie?”

Sabhlok: “Unsere Lösungen lassen sich branchenübergreifend anwenden. Im deutschen Sprachraum gibt es zahlreiche Referenzen aus unterschiedlichsten Industrien. Einige Beispiele illustrieren die Vielfalt unserer Anwender: Das reicht von der Media Saturn Management AG über Energieversorger wie die E.ON Netz GmbH bis hin zu Logistikanbietern wie dem Hafen Wien oder auch Medienunternehmen wie Antenne Bayern. Wir sind überall dort gefragt, wo hoher IT-Bedarf ein Plus an Sicherheit und Überwachung für nahtlos funktionierende Prozesse benötigt.”

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