12. Januar 2009

Nach einem Update unseres Igel-5600-XP-Premium-Thin-Clients auf die aktuelle Firmware-Version 1.03.010 sind wir nicht mehr in der Lage dazu, dass Windows-Administratorpasswort zu ändern. Laut Handbuch soll man vor diesem Schritt mit dem Tool EWF (Enhanced Write Filter) den gesicherten Speicher freigeben, dann die Änderung durchführen und dann den Speicher wieder sichern. Wir finden aber das genannte Werkzeug nicht.

In den aktuellen Firmware-Versionen existiert EWF nicht mehr. Die dazugehörige Funktionalität findet sich jetzt im Setup-Tool unter „Dateibasierter Schreibfilter“.

Nach einem Firmware-Update unseres Thin Clients Igel-5300-LX-Premium auf die aktuelle Version 3.09.200 lassen sich keine RDP-Verbindungen mehr aufbauen. Es kommt immer die Fehlermeldung: „ASSERT (Cioctl = 0x730064) failed“.

Bei dieser Firmware ist es nach dem Update erforderlich, in der Konfiguration der RDP-Verbindungen die Smartcard-Authentifizierung auszuschalten, wenn keine Smartcard zum Einsatz kommt. Dann gehen die Verbindungen wieder.

Wir hatten auf einem System Windows Vista Ultimate mit Service Pack 1 und Fedora Linux 9 in einer Dual-Boot-Umgebung auf einem Nvida-RAID installiert. Nach dem Update von Fedora auf Version 10 funktionierte der Boot-Manager Grub nicht mehr, so dass unser Rechner unbenutzbar wurde. Grub lässt sich auch nicht mit Hilfe des Befehls „grub-install“ neu installieren. Dann kommt immer die Fehlermeldung, es gäbe kein unserem Laufwerk entsprechendes BIOS-Laufwerk (no corresponding BIOS drive).

Um Windows wieder nutzen zu können reicht es, von der Windows-Installations-DVD zu starten, in die Wiederherstellungskonsole zu gehen und dann den Bootsektor mit Hilfe des Befehl „bootrec.exe /FixMbr“ neu zu schreiben. Alternativ lässt sich grub auch manuell wieder installieren. Dazu ist es erforderlich, vom Fedora-Installationsmedium zu starten, die Recovery-Konsole zu starten und sich zu vergewissern, dass das System auch wirklich das Nvidia-Raid einhängt und nicht ein einzelnes Laufwerk daraus. So sollte bei der Eingabe von „mount“ zum Beispiel etwas in der Form erscheinen:
„/dev/mapper/nvidia_{Kennung des Arrays}p{Nummer der Partition} on /boot type ext2“ und nicht
„/dev/sda{Nummer der Partition} on /boot type ext2“.
Außerdem sollte die Grub-Installation nicht aus einer chroot-Umgebung aus erfolgen, sondern direkt aus der echten Boot-Umgebung. Die Befehlsfolge für die Grub-Installation sieht folgendermaßen aus (die Boot-Partition unseres Systems war Partition zwei, da Grub bei Null zu zählen anfängt, heißt sie in der Grub-Syntax Partition 1:
#grub –device-map=/dev/null
grub> device (hd0,1) /dev/mapper/nvidia_{Kennung des Arrays}p2
grub> device (hd0) /dev/mapper/nvidia_{Kennung des Arrays}
grub> root (hd0,1)
grub> setup (hd0)
grub> quit
Danach sollte das System wieder normal starten.

Wir hatten beim Warten unserer Backup-Umgebung das Problem, den Linux-Client von Backup Exec 11d auf einem Ubuntu 8.04-System installieren zu müssen. Ubuntu wird von der Symantec-Software aber nicht unterstützt, deswegen schlägt die Setup-Routine fehl.

Der Remote Agent for Linux- and Unix-Systems (RALUS) lässt sich trotzdem auf Ubuntu einspielen. Dazu ergibt es Sinn, zunächst einmal die Setup-Datei auf dem betroffenen System auszupacken (tar xzvf {Dateiname}) und dann die Installationsroutine aufzurufen:
cd /cdimg./installralus
Diese legt die benötigte Gruppe an und bricht dann mit einer Fehlermeldung ab. Jetzt geht es daran, die Installationspakete für die benötigten Services zu extrahieren:
cd ..
tar xzf cdimg/pkgs/Linux/VRTSvxmsa.tar.gz
tar xzf cdimg/pkgs/Linux/VRTSralus.tar.gz
Jetzt muss aus Kompatibilitätsgründen noch die libstdc++2.10-glibc2.2 eingespielt werden, da RALUS auf diese Library angewiesen ist. Diese findet sich nicht in den Ubuntu-Repositories, sondern muss von „mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/universe/g/gcc-2.95“ heruntergeladen werden. Danach lässt sie sich mit dem Befehl
dpkg -i libstdc++2.10-glibc2.2_2.95.4-24_i386.deb
installieren. Außerdem sollten auf dem System auch noch die Pakete „libstdc++5“, „alien“ und „fakeroot“ existieren, diese lassen sich aber normal mit „apt-get install“ einspielen. Jetzt kann es daran gehen, die Ubuntu-Installationspakete zu bauen:
fakeroot alien -k VRTSvxmsa.rpm
fakeroot alien -k VRTSralus.rpm
Nach dem Ablauf dieser beiden Befehle finden sich zwei deb-Pakete im aktuellen Verzeichnis, die sich dann mit „dpkg -i {Paketname}“ installieren lassen.
Danach ist es noch erforderlich, die Installation zu konfigurieren. Das geht über das Hinüberkopieren der Startdatei
cp /opt/VRTSralus/bin/VRTSralus.init /etc/init.d
das Ändern der Rechte, um die Datei ausführbar zu machen
chmod a+x /etc/init.d/VRTSralus.init
und das Anpassen der Konfigurationsdatei
vi /etc/VRTSralus/ralus.cfg
Hier sollte – beispielsweise in der Agentensektion, vor „Auto Discovery“ – folgende Zeile eingefügt werden:
Software\Symantec\Backup Exec For Windows\Backup Exec\Engine\Agents\Agent Directory List={IP-Adresse des Medienservers}
Soll RALUS bei jedem Systemstart automatisch mit Hochkommen, so muss er noch dem Default-Runlevel hinzugefügt werden:
update-rc.d VRTSralus.init defaults
Danach ist der Backup-Client einsatzbereit.