Vor den Herbstferien: Mobile Geräte nicht ungeschützt im Urlaub nutzen

Autorin/Redakteur: Margreet Fortuné, Regional Manager DACH bei Absolute Software/gg

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42 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten auch während ihres Urlaubs. Wer dabei ein Smartphone, Tablet oder Notebook verwendet, gefährdet nicht nur seine Erholung. Denn kommt ein Gerät abhanden, könnten Unbefugte auf kritische Daten zugreifen. Unternehmen sollten die mobilen Systeme ihrer Mitarbeiter sichern.

Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber können offenbar auch im Urlaub nicht wirklich loslassen. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge arbeitet fast die Hälfte der Arbeitnehmer auch während Urlaub und Freizeit. Bei einem Drittel der Beschäftigten erwartet der Arbeitgeber, dass sie außerhalb der Arbeitszeit erreichbar sind. Auf vielen Urlaubsreisen ist also auch ein Smartphone, Tablet oder Notebook – das dann auch Unternehmensdaten enthält beziehungsweise einen direkten Zugang zu diesen Informationen ermöglicht – mit von der Partie.

Die Gefahr: Kommt so ein Gerät abhanden, können sich Unbefugte leicht Zugang zu wichtigen Informationen des Unternehmens verschaffen und auf diese Weise womöglich großen Schaden anrichten. Das Risiko des Verlusts ist auf Reisen oder in ungewohnten Umgebungen erfahrungsgemäß besonders hoch.

Unternehmen können sich jedoch auf einfache Weise gegen die Folgen eines Verlustes von mobilen IT-Systemen schützen:

  • Wichtig ist vor allem eine Bestandsaufnahme vor der Urlaubszeit: Die Firmen müssen wissen, welche Mitarbeiter dienstliche oder private Mobilgeräte mit welchen Daten beziehungsweise -anwendungen mit in den Urlaub nehmen. Nur so lassen sich im Schadensfall sinnvoll Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergreifen.
  • Unternehmen sollten sicherstellen, dass wichtige Unternehmensdaten auf mobilen Systemen generell verschlüsselt werden.
  • Auf den Geräten muss eine geeignete Software-Lösung installiert sein, die im Schadensfall das abhanden gekommene Mobilgerät beeinflussen kann. Dazu gehören eine Lösung zum Feststellen, ob mit dem betreffenden Mobilgerät schon auf Daten zugegriffen wurde, ein Produkt für die Remote durchgeführte Löschung von Daten auf dem Mobilgerät und eine Applikation zum Orten des Geräts und eventuell Identifizieren des Nutzers.

In der Praxis ist heute oft nicht mehr zu unterscheiden, ob mobile Geräte privat oder dienstlich verwendet werden. Auch wer nicht beabsichtigt im Urlaub zu arbeiten, kann auf seinem Mobilgerät unternehmenskritische Daten haben. Für Unternehmen kann daraus eine gefährliche Sicherheitslücke entstehen, die rechtzeitig vor Urlaubsbeginn geschlossen werden muss.

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