Manuelle Routinetätigkeiten: im IT-Betrieb ein Auslaufmodell

Autor/Redakteur: Rudolf Kergaßner, Managing Director von IPsoft Deutschland/gg

Rudolf Kergaßner, Managing Director von IPsoft Deutschland in Frankfurt am Main (Quelle: IPsoft)
Rudolf Kergaßner, Managing Director von IPsoft Deutschland in Frankfurt am Main (Quelle: IPsoft)

IT-Mitarbeiter verschwenden heute einen Großteil ihrer Zeit mit dem reinen Management von Applikationen, Systemen und Tools. Auf solche Routinetätigkeiten entfallen schließlich rund 60 Prozent aller IT-Jobs. Eine manuelle Durchführung dieser Aufgaben ist allerdings nicht mehr zeitgemäß, da mit den jüngsten Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz nun auch verstärkt Automatisierungstechnologien in der IT und insbesondere im IT-Betrieb genutzt werden können.

In fast jedem Unternehmen wird ein Großteil der IT-Mannschaft im Betrieb der IT eingesetzt. Häufig bleibt deshalb zu wenig Zeit, um die Forderungen der Fachabteilungen im Hinblick auf Innovationen und Geschäftsprozessoptimierungen zeitnah zu realisieren: ein Manko für jedes Unternehmen, das seine Wettbewerbsfähigkeit stärken möchte. Deshalb sollte jedes Unternehmen bestrebt sein, die Aufwendungen für den IT-Betrieb zu senken, ohne dass es dabei zu Qualitätsverlusten kommt. Realisierbar ist dies vor allem über eine stringente Optimierung des IT-Betriebsmodelles auf Basis der Implementierung Expertensystem-basierter Technologien.

Das Service-Portfolio von IPsoft basiert auf ITIL V3/2011 und bietet vier verschiedene Betriebslevel: vom Monitoring und Eskalationsmanagement über das Incident und IT Operations Management bis hin zum vollständigen Betrieb einer kompletten Unternehmens IT-Umgebung (Quelle: IPsoft)
Das Service-Portfolio von IPsoft basiert auf ITIL V3/2011 und bietet vier verschiedene Betriebslevel: vom Monitoring und Eskalationsmanagement über das Incident und IT Operations Management bis hin zum vollständigen Betrieb einer kompletten Unternehmens IT-Umgebung (Quelle: IPsoft)

Expertensystem-basierten Technologien gehört im IT-Betrieb die Zukunft

Mit selbstlernenden Lösungen und Expertensystem-basierten Technologien ist es heute möglich, eine Vielzahl von IT-Prozessen zu unterstützen und einen Großteil der IT-Aufgaben automatisiert zu erledigen. Die möglichen Einsatzbereiche für solche Technologien reichen von Servern und Netzwerken über Betriebssysteme und Datenbanken bis hin zu Middleware-Lösungen und Standard-Applikationen. Typische Anwendungsfälle finden sich in den Service-Level-Bereichen 0, 1 und 2 beim Incident, Change, Release oder Problem Management. Aber auch im Service-Level 3 ist ein hohes Automatisierungspotenzial vorhanden, beispielsweise beim Kapazitätsmanagement oder Service Continuity Management.

Beim Einsatz wissensbasierter Systeme geht es dabei nicht um die Effizienzsteigerung einzelner Lösungen, sondern um eine systemübergreifende End-to-End-Unterstützung von Geschäftsprozessen auf Basis kognitiver Modelle. Automatisierte Systeme reduzieren dabei Varianzen, wodurch die konsequente Einhaltung von Prozessen gewährleistet wird. Und der Zeitgewinn für ein Unternehmen ist dabei immens, wie folgendes Beispiel zeigt: Ein typischer Incident-Management-Prozess kann einen IT-Mitarbeiter durchaus rund zwei Stunden in Anspruch nehmen, da zahlreiche manuelle Schritte wie das Nachschlagen in Runbooks erforderlich sind – selbst dann, wenn Standard-IT-Servicemanagement-Tools eingesetzt werden. Mit einem automatisierten Vorgang ist eine Störungsbeseitigung hingegen in deutlich weniger als 30 Minuten realisierbar.