Vmware ESXi auf den aktuellen Stand bringen

Die aktuellen Versionen des Vmware-ESXi-Hypervisors lassen sich nicht mehr über die Vmware Host Update Utility aktualisieren. Patches und Updates müssen statt dessen über die Kommandozeile eingespielt werden.

  • Beim Aktualisieren eines ESXi-Servers – beispielsweise von Version 4.0 auf Version 4.1 Update 1 – sind folgende Arbeitsschritte sinnvoll: Zuerst müssen die Administratoren auf ihrer Workstation die Vmware Remote CLI installieren, die auf der Website des Herstellers zum Download bereit steht. Danach muss der zu aktualisierende ESXi-Server mit dem vSphere Client in den Maintenance-Modus versetzt werden. Mit der Remote CLI lässt sich dann von der Kommandozeile aus überprüfen, ob sich der Server wirklich im Maintenance-Modus befindet. Das geht mit dem Befehl „vicfg-hostops.pl –server {Name oder IP-Adresse des ESXi-Systems} –operation info“. Anschließend ist es in vielen Fällen sinnvoll, nachzusehen, welche Updates bereits auf dem Server installiert wurden. Das lässt sich mit dem Befehl „vihostupdate.pl –server {Name oder IP-Adresse des ESXi-Systems} –query“ in Erfahrung bringen.

    Sobald diese Arbeitsschritte abgeschlossen sind, müssen die zuständigen Mitarbeiter das Update-Paket, das auf dem ESXi-Host eingespielt werden soll, von Vmware herunterladen. In unserem Beispiel ist das die Datei „upgrade-from-esxi4.0-to-4.1-update01-348481.zip“. Über den Remote-CLI-Befehl „vihostupdate.pl –server {Name oder IP-Adresse des ESXi-Systems} –list –bundle {Pfad und Dateiname des zu untersuchenden Update-Pakets}“ lässt sich in Erfahrung bringen, welche Patches in dem Bundle enthalten sind. Mit „vihostupdate.pl –server {Name oder IP-Adresse des ESXi-Systems} –scan –bundle {Pfad und Dateiname des zu untersuchenden Update-Pakets}“ zeigen die Administratoren dann an, welche der im Paket vorhandenen Updates für den betroffenen ESXi-Server Relevanz besitzen. Der Befehl “ vihostupdate.pl –server {Name oder IP-Adresse des ESXi-Systems} –install –bundle {Pfad und Dateiname des zu untersuchenden Update-Pakets}“ führt das eigentliche Update aus. Durch ein erneutes “ vihostupdate.pl –server {Name oder IP-Adresse des ESXi-Systems} –query“ lässt sich anschließend überprüfen, ob der Update-Vorgang erfolgreich war. Danach müssen die zuständigen Mitarbeiter den Host nur noch neu starten, entweder über den vSphere Client, oder über die lokale Konsole oder – falls aktiviert – über einen ssh-Zugang. Danach ist es nur noch erforderlich, den Maintenance-Modus wieder zu beenden.

    Sollte der Server nach dem Update nicht mehr wie gewünscht funktionieren, so lässt sich der ursprüngliche Zustand des Systems folgendermaßen wieder herstellen: Zuerst müssen die Administratoren den ESXi-Host neu starten. Wenn die Seite erscheint, die den aktuellen Boot-Build anzeigt, drücken sie „Shift+r“, um die alte Variante der Software auszuwählen. Danach ist es noch erforderlich, den Vorgang mit „Shift+y“ (oder bei falscher Tastaturbelegung mit „Shift+z“) zu bestätigen. Danach kommt der Host mit der alten ESXi-Version hoch.