Ubuntu Server 12.10 bietet alles, was man für die Cloud braucht

Canonical gibt bekannt, dass Ubuntu Server 12.10 neben dem Folsom-Release von OpenStack auch eine Reihe von Deployment- und Management-Tools enthält. Diese ermöglichen Entwicklerteams eine rasche Implementierung verteilter Applikationen, sei es für private oder öffentliche Clouds, für x86- oder ARM-Server oder für Laptops von Entwicklern.

Ubuntu Server 12.10 ist das fünfte Ubuntu-Release, mit dem OpenStack in Form einer Ubuntu Cloud Infrastruktur implementiert wird. Damit können Cloud-Entwickler auf neueste Technologien von Ubuntu und OpenStack sowie zwei wichtige neue Komponenten zurückgreifen: die Block-Storage-Komponente Cinder, die virtuelle Festplatten bereitstellt, sowie Quantum, eine API für die Netzwerkanbindung virtueller Maschinen. Mit Ubuntu 12.10 und der neuesten Version von OpenStack verfügen Entwickler über flexible Möglichkeiten für eine schnellere und kostengünstigere Implementierung von Cloud-Services.

Darüber hinaus ist Ubuntu Server 12.10 das erste Betriebssystem, das Intels neuen OAT-Service (Open Attestation) in einer OpenStack-Umgebung unterstützt. Die Software verwendet einen kryptografischen Schlüssel zur Authentifizierung von Cloud-Images, so dass Entwickler sicher sein können, dass die von ihnen implementierten virtuellen Maschinen keine Sicherheitsrisiken verursachen. Auf diese Weise wird eine zusätzliche Sicherheitsebene für Cloud-Implementierungen geschaffen, was insbesondere für Organisationen und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, der Pharmabranche, dem Finanzwesen und dem Telekommunikationssektor von Bedeutung ist, da diese an strenge Compliance-Vorgaben und Datenschutzvorschriften gebunden sind.

Juju, das Service-Orchestration-Tool von Ubuntu, wird jetzt nativ in OpenStack-Clouds unterstützt, die mit Ubuntu betrieben werden. Dadurch kann Juju auch in öffentlichen Clouds auf Ubuntu-Basis wie HP zum Einsatz kommen. Zudem setzen IT-Abteilungen Juju jetzt auch für viele andere öffentliche Clouds ein, was eine reibungslose und wesentlich einfachere Migration von Implementierungen zwischen verschiedenen Clouds ermöglicht. Dadurch verfügen IT-Abteilungen über die notwendige Flexibilität und Kosteneffizienz, um mit ihren IT-Investitionen einen optimalen ROI zu erzielen.

Unternehmen, die ihre Infrastruktur auf der Grundlage von Ubuntu 12.04 LTS implementiert haben, können nun bei diesem Long-Term-Support-Release bleiben, haben jedoch auch die Möglichkeit, über das Ubuntu Cloud Archive von Canonical auf kompatible Versionen der aktuellsten OpenStack-Releases zurückzugreifen und diese direkt zu implementieren. Das Archiv enthält eine stetig wachsende Sammlung von zurückportierten OpenStack-Versionen, mit denen Enterprise-Kunden von Ubuntu die neueste Open-Cloud-Software auf einer vollständig unterstützten und zertifizierten Plattform zur Verfügung gestellt wird.

Systemadministratoren und Entwicklerteams, die Prototypen auf ARM-basierten Servern implementieren und testen wollen, benötigen eine leistungsfähige Plattform, die höchsten Ansprüchen gerecht wird und auch extreme Workload-Anforderungen unterstützt. Deshalb wurde Ubuntus Bare-Metal-Bereitstellungs-Tool, Metal-as-a-Service (MAAS), für Ubuntu Server 12.10 aktualisiert und unterstützt jetzt auch Calxeda Hyperscale-Hardware auf ARM-Basis. Dies ermöglicht Benutzen eine schnelle und direkte Implementierung von Services auf Bare-Metal-Clustern, ganz gleich, ob dabei auf ältere Hardware, neue Prozessoren auf Basis von Ivy Bridge oder die neue ARM-Hardware zurückgegriffen wird.

In Ubuntu 12.10 ist auch erstmals die neue grafische Benutzeroberfläche für Juju zu sehen. Diese soll Entwicklerteams helfen, Zeit zu sparen, indem sie die Beziehungen zwischen hinzugefügten und implementierten Services grafisch veranschaulicht. Zur Unterstützung von Implementierungen mit Ubuntu 12.10 steht das Support-Paket Ubuntu Advantage zur Verfügung und enthält die neueste, im September eingeführte Version von Landscape. Landscape ist ein skriptfähiges Systemverwaltungs-Tool, das nicht nur Tausende von Ubuntu-Systemen und Cloud-Instanzen bedienen kann, sondern auch den mit der Systemadministration und der Einhaltung von Compliance-Vorgaben verbundenen Zeit- und Kostenaufwand deutlich reduziert.

Weitere Informationen: www.ubuntu.com/download

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